Am Montag, den 17. August 2026,
ist um 07.50 Uhr unsere Mitschwester
Sr. M. Samuela (Berta Maria) Degmayr CSJ
im 71. Profess- und 93. Lebensjahr im Mutterhaus in Ursberg
zu unserem Herrn heimgegangen.
Die Schwestern des Mutterhauskonvents beten für sie:
Montag, 17. August 2026 – ca. 18.45 Uhr – Rosenkranz
Dienstag, 18. August 2026 – ca. 18.45 Uhr – Rosenkranz
Donnerstag, 20. August 2026 – 17.30 Uhr – Vesper
Aussegnung:
–
Überführung:
Montag, 17. August 2026, 18.30 Uhr
Begräbnisfeier:
Montag, 24. August 2026 um 10.00 Uhr in der Mutterhauskapelle,
anschließend Beisetzung auf dem Klosterfriedhof.
Herr, gib ihr die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihr.
Herr, lass sie ruhen in Frieden. Amen.
Lebenslauf
Sr. Samuela wurde am 05. September 1933 als zweites Kind der Eheleute Franz Josef und Berta Degmayr in Schönesberg, Landkreis Neuburg a. d. Donau, geboren und ein paar Tage später, auf den Namen Berta getauft. Das Mädchen wuchs mit ihren drei Geschwistern, zwei Schwestern und einem Bruder, auf einem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie auf. Berta war es von Jung an gewohnt mit anzupacken und mitzuhelfen, wo sie gebraucht wurde. Dies verhalf ihr zu einem bodenständigen Menschen heranzuwachsen.
Im September 1939 begann für Berta die achtjährige Schulzeit in der Volksschule in Ehekirchen. Nach dem Volksschulabschluss besuchte sie die dreijährige haus-wirtschaftliche Berufsschule in Ehekirchen, die sie im Juli 1949 abschloss. Anschließend kam das Mädchen nach Ursberg, um den Beruf der Damenschneiderin zu erlernen. Dieses Handwerk konnte es im April 1950 mit der Gesellenprüfung abschließen. Während der Zeit der Ausbildung lernte sie den Lebens-, Wirkungs- und Aufgabenbereich der Ordensschwestern kennen. In der jungen Frau wuchs der Wunsch, wie sie ihren Eltern damals in einem Brief mitteilte, ihr Leben als Ordensfrau in die engere Nachfolge Jesu im Dienst an den Menschen mit Behinderung zu stellen. Von diesem Wunsch bewegt, bat die junge Frau am 01. Februar 1952 um Aufnahme in die Ursberger Schwesterngemeinschaft. Am Franziskustag 1953 wurde sie in das Noviziat aufgenommen und erhielt ihren Schwesternnamen Sr. M. Samuela. Am 04. Oktober 1955 legte sie die zeitliche Profess ab und drei Jahre später versprach sie Christus auf Lebenszeit nachzufolgen.
Nach dem Klostereintritt war Sr. Samuela 18 Jahre im Habitnähzimmer des Mutterhauses tätig und half beim Nähen der Ordenskleider für ihre Mitschwestern. Im Oktober 1971 begann für Sr. Samuela mit 38 Jahren nochmals eine Zeit der Ausbildung, die zur Heilerziehungspflegerin. Zunächst war sie bei den Buben im Haus Angelina als Gruppenleitung tätig. Dies war für sie, wie sie später sagte, die schönste Zeit in ihrem Leben. In ihrer mütterlichen und humorvollen Art verstand sie es, für die Betreuten eine Atmosphäre zu schaffen, in denen sie sich wohl und aufgehoben fühlten. Die Verbindung zu „ihren Buben“ und den Betreuten hat sie zeitlebens aufrechterhalten. Von 1979 bis 2006 wurde Sr. Samuela die Verantwortung als Heimleitung für den Wohnbereich St. Maria übertragen und die Zuständigkeit als Konventoberin für den dortigen Schwesternkonvent. Unermüdlich setzte sie sich für die Betreuten, Mitarbeitenden und Schwestern ein. Besonders lag ihr das religiöse Leben der Betreuten am Herzen. Daher legte sie sehr großen Wert darauf, dass die Festtage im kirchlichen Jahreskreis bewusst und feierlich begangen wurden. Die Jahre in St. Maria waren auch Jahre großer Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, in denen sie sich viel mit Architekten und Handwerkern auseinandersetzen musste. Nach dem Tod der Oberin des Mutterhauses, war Sr. Samuela bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn es ihr auch nicht leicht fiel, sich nach so vielen Jahren von den Betreuten und Mitarbeitenden, die ihr ans Herz gewachsen waren, zu trennen. Auch die Betreuten und Mitarbeitenden schätzten Sr. Samuela sehr, so dass sie den Kontakt weiterhin aufrechterhielten und „ihre“ Sr. Samuela immer wieder zu verschiedenen Anlässen nach St. Maria einluden.
Sr. Samuela zeichnete die Bereitschaft ihres Namenspatrons aus, der bereitwillig auf die Stimme Gottes hörte und die Aufgabe annahm, die Gott für ihn vorgesehen hatte. 14 Jahre begleitete Sr. Samuela als Mutterhausoberin die Mitschwestern. Auch hier verstand sie es in ihrer wohlwollenden und freundlichen Art eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Schwestern und die Mitarbeitenden gut aufgehoben wussten. Im Alter von 87 Jahren, durfte sie die Aufgabe als Oberin abgeben und hatte nun Zeit sich vermehrt dem Gebet und der Anbetung zu widmen. In vielen Stunden vor dem Allerheiligsten brachte sie die verschiedenen Anliegen und Nöte der Menschen vor Gott und bereitete sich immer mehr auf die Begegnung mit ihrem Herrn vor. Als in den letzten Jahren die körperlichen Kräfte abnahmen und sich gesundheitliche Probleme einstellten war der Umzug auf die Schwesternpflegestation des Mutterhauses notwendig. Ihr gefestigter Glaube und ihre Beziehung zu Christus verhalfen ihr, diesen Wechsel mit einer bewundernswerten Ruhe und Bereitwilligkeit zu vollziehen. Dadurch wurde sie älteren Mitschwestern in der gleichen Situation zum Vorbild. Trotz Schwäche und Müdigkeit war es Sr. Samuela immer wichtig, bis in die letzten Tage ihres Lebens an der Hl. Messe und am Stundengebet teilzunehmen. Bereit und ruhig ging Sr. Samuela am Montag, 17. August 2026 im Beisein von Mitschwestern und Mitarbeitenden zu unserem Herrn in die ewige Herrlichkeit heim.
St. Josefskongregation
Sr. M. Katharina Wildenauer
Generaloberin
Dominikus-Ringeisen-Werk
Martin Riß
Vorstandvorsitzender
Einrichtungsleitungen, Mitarbeitervertretung
Mitarbeiter, Bewohner und Beschäftigte