Herzlich Willkommen bei der St. Josefskongregation in Ursberg

St. Josefskongregation Logo

Professjubiläen – der Hl. Josef ist ihr Schutzpatron

2026 | Aktuelles

(v.l.) Pater Christian Hamberger, Pater Benedikt Grimm, Pfarrer Florian Bach, Domkapitular Clemens Bieber (Vorsitzender Caritasverband
Diözese Würzburg e.V.), Diakon Alois Höld, Pfarrer Christian Wolf, Prälat Ludwig Gschwind, Ministrant Alfred Seidel, Martin Riß (Geistl. Direktor Domininkus-Ringeisen-Werk).
Die beiden Jubilarinnen (v.l.) Sr. M. Brigitta Mägerl, Sr. M. Werenfried Söffge. Sr. Katharina Wildenauer (Generaloberin St. Josefskongregation).
Foto: Robert Bielesch/St. Josefskongregation

Der Hl. Josef ist ihr Schutzpatron

Zweí Schwestern der Ursberger St. Josefkongregation feierten langjährige Professjubiläen.

70-jähriges Jubiläum
Sr. M. Brigitta Mägerl CSJ

65-jähriges Jubiläum
Sr. M. Werenfried Söffge

Ursberg – 19. März 2026.

Der Josefstag ist für die St. Josefskongregation ein besonderer Festtag. Der heilige Josef ist nicht nur Namensgeber und Schutzpatron der Kongregation, an diesem Tag werden auch die Professjubiläen der Schwestern gefeiert.

So versprach Sr. M. Brigitta Mägerl am Josefstag vor 70 Jahren, Christus auf Lebenszeit nachzufolgen. Sr. M. Brigitta stammt aus Freihung bei Amberg und ist von Beruf Stickerin. Nach kurzen Einsätzen in verschiedenen Wohngruppen war sie von 1956 bis 1998 Leiterin der Strickerei in St. Camillus. Ab 1998 bis 2010 war sie dann als Mitarbeiterin in der Strickerei tätig. 2010 wechselte sie in den Konvent Camillus, wo sie bis zu dessen Auflösung im April 2018 Hausarbeiten verrichtete. Bei ihrer langjährigen Tätigkeit mit Wolle hat sie sich eine besondere Geschicklichkeit im Verbrauch von Wollresten erworben.

Vor 65 Jahren legte auch Sr. M. Werenfried Söffge am Josefstag ihre ewige Profess ab und versprach, ihr Leben ganz auf Christus auszurichten. Sr. M. Werenfried stammt aus Tiengen, Oberrhein, und ist von Beruf Kindergärtnerin und Werkleiterin mit Zusatzausbildung zur heilpädagogischen Lehrkraft. Nach mehreren Einsätzen in der Schule mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen von 1958 bis 1981 und der Betreuung einer Gruppe in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Maria Bildhausen und Ursberg leitete sie zunächst die Niederlassung Breitbrunn als Konventoberin von 2000 bis 2007. Danach wurde sie neue Konventoberin von Maria Bildhausen bis zur Schließung des Konvents im Jahr 2017. Im Konvent St. Salvator hat sie nun u.a. die Aufgabe der Sakristanin für die kleine Kapelle übernommen.

Landes-Caritasdirektor für die Diözese Würzburg Domkapitular Msgr. Clemens Bieber, in dessen Zuständigkeitsbereich die frühere Filiale Maria Bildhausen fällt und der die beiden Schwestern von deren Zeit dort persönlich kennt, zelebrierte den Festgottesdienst zusammen mit acht weiteren Geistlichen.

Msgr. Bieber stellte den Hl. Josef in seiner Predigt in den Mittelpunkt. Eine kleine Bronzestatuette des Hl. Josef vom Künstler Günter Berninger aus dem Jahr 1986 stand vorne auf dem Altar. Diese stellt den Heiligen mit Stock aufrechtstehend, einer Hand am Ohr, weit geöffneten Augen und großem schützenden Mantel dar. Daran knüpfte Msgr. Bieber fünf Aussagen: Die aufrechte Haltung zeige die Geradlinigkeit des Heiligen, die Hand am Ohr wiederum zeige, dass er das Wort Gottes vernehme und befolge, um seinen Weg zu gehen. Die weit geöffneten, aufmerksamen Augen des Hl. Josef deuten an, dass er den Durchblick habe, auch schwierige Situationen mit der richtigen Eingebung Gottes zu meistern, in Bewegung zu kommen und zu handeln. Der weite schutzgebende Mantel verberge die ihm zum Schutz anbefohlenen Bedürftigen, Jesus und Maria. Damit hat der Hl. Josef eine Vorbildfunktion für uns, in der Nachfolge Christi den Menschen zu dienen. Schon Romano Guardini sagte: „Je mehr der Mensch sich sucht, desto mehr entgleitet er sich. Je wichtiger er tut, desto kümmerlicher wird er. …“  In der modernen Gesellschaft, in der das Geld regiert, ist alles auf Effektivität ausgerichtet. Darin sollen sich die kirchlichen Einrichtungen unterscheiden. Dort müsse die „schützende und bergende Liebe Gottes für den Menschen erfahrbar“ gemacht werden, denn „eine Kirche, die sich nicht für Schwache und Behinderte einsetzt, ist eine behinderte Kirche“, wie schon der evangelische Theologe Ulrich Bach, der selbst im Rollstuhl saß, sagte. Msgr. Bieber dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den beiden Jubiläumsschwestern, die ihrer Berufung gefolgt wären und im Sinne des Hl. Josef den Menschen so viele Jahre gedient hätten.

Der mit viel Liebe gestaltete Gottesdienst wurde herausragend musikalisch von Mathias Jannetti an der Orgel und Magdalena Maier am Saxophon untermalt. Als Chor agierten Marianne Altstetter, Stefanie Joas, Johanna Schwarzmann, Dagmar Gerstner und Andreas Altstetter, alle Lehrkräfte bzw. Schülerin des Ringeisen-Gymnasiums.

Text: Anna Seitz/St. Josefskongregation

Fotos: Robert Bielesch / St. Josefskongregation

Ihr Ansprechpartner:
St. Josefskongregation Ursberg
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Robert Bielesch
08281 92-3017
bielesch.robert.csj@ursberg.de